Eine Woche ist es nun her, dass ich das iPad mein Eigen nennen kann. Es gibt Licht und Schatten, tolle Apps und Enttäuschungen!
Hier eine kurze Zusammenfassung der Pro- und Cons für noch unentschlossene!
Kann das iPad ein Buch oder eine Zeitung ersetzen?
Jein! Es gibt tolle neue Zeitschrift-Formate, welche die Möglichkeiten des iPads ausschöpfen und eine interaktive Form des Lesens und Erlebens ermöglichen. Hervorheben möchte ich "The Iconist", das die Möglichkeiten aufzeigt, wie Werbung und das Vermitteln von Informationen zukünftig aussehen kann. Auch "Die Welt HD" zeigt eine schöne Form der Zeitung auf dem iPad.
Enttäuschend: iKiosk oder Brandeins, die es nichteinmal schaffen das Inhaltsverzeichnis zu verlinken. Ein stupides Blättern ohne Mehrwert gegenüber der Printausgabe ist nicht das, was ich mir erwartet habe. Wir hoffen auf Besserung!
Interkativität ist das Schlüsselwort des iPads! Fieldrunners, JamPad, Baphones Fuch, ZCam oder Putpad sind nur einige der Highlighhts, die das iPad fordern. Auch unser iPhone App Zukalt macht auf dem iPad doppelt soviel Spass! Tippen und Zoomen, ein und ausschalten von Funktionen auf dem leuchtenden Screen fördert einfach die Begeisterung!
Spielen lässt sich auch hervorragend. Das erwähnte Fieldrunners, ein Tower Defense Clone, oder der Pinnball HD Flipper sind einige meiner ersten Gaming Apps, die mich ans IPad gefesselt haben! Der riesige Bildschirm läd einfach ein, Strategie - Point & Click Spiele intuitiv zu nutzen. Command & Conquer steht schon auf der Liste für die nächsten Käufe!
Produktivität:
Keynotes und Pages sind mit einer Bluetooth Tastatur und dem Deskstand optimal zu nutzen. Das Tippen geht schnell von der Hand, der Funktionsumfang ist ausreichend, und der Einsatz des Ipads als mobiler E-Mail Client (Ca. 30% meiner Tätigkeiten unterwegs) werden gut gelöst. E-Mail Checken geht mit Handys durch die einhändige Bedienung dennoch schneller von der Hand. Mein Android Milestone mit Tastatur bleibt ungeschlagen!
Auch im Unternehmenseinsatz macht ein Ipad Sinn! In einer Telco auf der Terrasse konnte ich auf dem iPad problemlos die Projektanforderungen durchgehen und das Gespräch auf einem Zettel protokollieren! Anschließend die ToDos mit dem Email Client eingetippt und versendet, wunderbar!
Websurfen:
Ein Sahnestück! Es macht Spass Nachtrichten-Seiten mit Videos und Blogs auf dem iPad zu nutzen, und macht den PC Browser nahezu überflüssig! Das vielmals bemängelte Fehlen von Flash wird zukünftig kaum noch auffallen, und die Entscheidung von Appe kann ich, nach ersten gemeldeten Performanceproblemen auf Android Handys, vorerst nur unterstützen.
Design und Ästhetik:
Das iPad ist für die Wohnung geschaffen. Mit dem Deskstand ist es bei mir zum Wecker (Wakelight HD) und Flickr Fotorahmen sowie Videoplayer im Hintergrund mutiert. Dezent beim Kochen in der Küche dabei, als Bilderrahmen auf dem Bürotisch und als Aufstehwerkzeug auf dem Nachttisch! Meine Freundin hält mich noch für verrückt, aber das ist erstmal zweitranging:)
Fazit:
Schönes Spielzeug, neue Geräteklasse. Ey der hat ein iPad! Darf ich mal spielen? und Uii ist das aber schwer waren so die ersten Kommentare. Es ersetzt wirklich nichts sinnvoll, reduiert aber die Nutzung der anderen Medien! Weder Zeitung (im Freien auf dem iPad nicht lesbar oder lieblos umgesetzt und damit zu teuer) noch den Email Client (dafür zu unhandlich). Eine Version ohne UMTS ist nahezu nutzlos, wenn man das Gerät unterwegs mitnehmen will, da nahezu alle Applikationen eine Verbindung zum Internet benötigen. Wer zwischen der Wahl eines Netbooks und dem iPad steht, sollte sich seinen Einsatzbereich genau überlegen. Statt Plastikbomber mit kurzer Akkulaufzeit würde ich persönlich das iPad mit externer Tastatur und einem Tischständer bevorzugen. Es ist eine schöne Art im Haushalt schnell auf Informationen und Dienste des Internets zuzugreifen in ästhetischer Form! Und: Shopping wird darauf zum richtigen Erlebnis! MCommerce auf dem Ipad sehe ich als DIE Killerapplikation!
Noch ein Hinweis: Die Apps sind relativ teuer und nicht mit dem iPhone App-Store zu vergleichen. Man wird um den Faktor 2 bis 3 mehr Euros los, was doch ein größeres Loch in der Kasse hinterlässt als erwartet!
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